Close the overlay

Impressum

Industrie- und Handelskammer Hochrhein-Bodensee
Sitz Konstanz
Reichenaustr. 21
78467 Konstanz
Postfach 10 09 43
78409 Konstanz
Telefon 07531 2860 - 0
Telefax 07531 2860 -165
info@konstanz.ihk.de | www.konstanz.ihk.de
Redaktion: Dr. Alexander Graf | © Konstanz 2016
Konzept und Gestaltung: LORTH GESSLER MITTELSTAEDT

Datenquellen:

Soweit nicht gesondert vermerkt, amtliche Daten des Statistischen Bundes- und Landesamtes, der Bundesagentur für Arbeit sowie der IHK.
Bildquellen:
Schroedel Diesterweg Schöningh Winklers GmbH
Energiedienst Holding AG
Energiedienst Holding AG
Alex Potemkin, iStockphoto LP
Fischer-Art
Mike Ehrman, iStockphoto LP
Firmenarchiv Zell-Schönau AG, Textilmuseum Zell i. W.
kasto80, iStockphoto LP
Aleksandar Nakic, iStockphoto LP
stockwerk, iStockphoto LP
Tatiana Morozova, iStockphoto LP
Plan 59 Fine Art Prints
Kartengrundlage:
Regionalverband Hochrhein-Bodensee

Navigation

Sliders Pfeiltasten Ansicht
img1

Alles im Fluss[ vorwort ]

img2

Im grünen Bereich.[ region ]

img3

Kommen und Gehen. [ bevölkerung ]

img4

Erfolgsrezept. [ unternehmen ]

img5

Der Saldo zählt [ arbeit ]

img6

Gesundheitswesen. [ gesundheit ]

img7

Die lieben Nachbarn [ grenzen ]

img8

Gewusst wie [ bildung ]

img9

Und morgen? [ zukunft ]

Gegenwart ist der unendlich kleine Punkt, an dem Zukunft zu Vergangenheit wird. In jedem Moment. Lohnt es sich, diesen Punkt zu beschreiben?

Es ist ein wenig wie bei den Wolken. Die, die wir sehen, gibt es eigentlich gar nicht. Der Zeitraffer eines Filmes beweist: Wolken sind das Ergebnis eines permanenten Prozesses, sie befinden sich entweder im Aufbau oder in der Auflösung, nie sind sie auch nur eine Sekunde konstant, nie sind sie das, was wir zu sehen glauben.


Für die Wirtschaft einer Region gilt nichts anderes. Sie zu beschreiben, heißt ein Bild zu zeichnen, das schon tags darauf beginnt, unscharf zu werden. Branchen und Produkte, Beschäftigung und Pendlerströme, die Allokation von Ressourcen und die sie verbindende Infrastruktur – alles ist allzeit im Fluss. Neues wird gebaut, Altes abgerissen.


Die Region Hochrhein-Bodensee hat massive Veränderungen der Wirtschaft, tief greifenden Strukturwandel, das Wegbrechen ganzer Branchen aus eigener Kraft gemeistert. Innovationskraft und Veränderungsbereitschaft haben neue Arbeit geschaffen, wo alte verschwand. 31.000 Mitgliedsunternehmen zählte die IHK Hochrhein-Bodensee noch vor rund zehn Jahren. Heute sind es knapp 37.000, eine Zunahme von fast 20 Prozent.


Der Zeitraffer zeigt: nicht die Verlängerung von Vergangenheit, sondern die Investition in Zukunft hat geschaffen, was das aktuelle Bild wiedergibt – eine prosperierende, eine faszinierende Region.

Aber schauen Sie selbst …

Unterschrift Conrady

Thomas Conrady
Präsident

Unterschrift Marx

Prof. Dr. Claudius Marx, M.B.L.-HSG
Hauptgeschäftsführer

 

Im grünen Bereich[ region ]

Wer vom Bodensee Richtung Frankreich fliegt, sieht vor allem eines unter sich dahingleiten – Natur. Teils unberührt, teils von Menschen gestaltet präsentiert sich das Land vorwiegend in Grün. Wald, viel Wald, Feld und Flur und einige markante Wasserflächen dominieren – mit fast 90 Prozent der Oberfläche – weitaus mehr, als es den Anschein hat, wenn man sich am Boden bewegt. Auf Verkehrswegen, die gerade einmal 4,7 Prozent der Fläche beanspruchen, in den Städten (6,8 Prozent) oder in ihren Gewerbegebieten (1,3 Prozent).

Die eigentliche Überraschung aber ist die Produktivität, die auf diesem einen Prozent der Fläche zuhause ist: ein Bruttoinlandsprodukt von über 18 Milliarden Euro wird hier erwirtschaftet, mit einer Wachstumsrate, die über der Deutschlands und nur knapp unter der für Baden-Württemberg liegt.

Wirtschaftskraft (2012)
LK
Lörrach
LK
Waldshut
LK
Konstanz
Region BW D
Bruttoinlandsprodukt (BIP)
(in Mrd. Euro)
6,5 4,4 7,8 18,7 395,6 2.750,0
Entwicklung des BIP
(Basis: 1995 = 100 )
145,9 148,8 152,6 149,3 151,1 148,8


Anteile an der Bruttowertschöpfung (2012)
LK
Lörrach
LK
Waldshut
LK
Konstanz
Region BW D
Bruttoinlandsprodukt (BIP)
(in Mrd. Euro)
6,5 4,4 7,8 18,7 395,6 2.750,0
Entwicklung des BIP
(Basis: 1995 = 100 )
145,9 148,8 152,6 149,3 151,1 148,8
Entwicklung des BIP
(Basis: 1995 = 100)
145,9 148,8 152,6 149,3 151,1 148,8

Grob kann man sagen, dass mehr als ein Drittel dieser Wirtschaftsleistung im produzierenden Gewerbe erbracht wird, nicht ganz zwei Drittel im Bereich von Handel und Dienstleistungen. Auf die Land- und Forstwirtschaft entfällt ein Prozent der Bruttowertschöpfung.

So schaut’s aus.



Nur 1,3% der Fläche entfallen auf Gewerbegebiete.

Zentren unserer Region

 

Kommen und Gehen.[ bevölkerung ]

Welche Bedeutung hat die Bevölkerung für ein Land, die Belegschaft für ein Unternehmen? Es sind die Bewohner einer Region, die deren Wirtschaft treiben, die Produkte und Dienstleistungen entwickeln und die ihr mit ihrer Lebensart, ihren Zielen, Wünschen und Überzeugungen ein individuelles Gepräge, eine unverwechselbare Identität geben.


In der Region Hochrhein-Bodensee leben weit über eine halbe Million Menschen, etwa die Hälfte davon ist erwerbstätig. Dünn besiedelte, ländliche Zonen wechseln mit hoch verdichteten, städtisch geprägten. Viele sind aus anderen Bundesländern hierher zugezogen, manche verlassen die Region auch wieder, einige ziehen in die Schweiz. Der Saldo ist bislang positiv und das schafft ein gefühltes Bevölkerungswachstum.


„Gefühlt“, weil es nicht auf einem Geburtenüberschuss beruht. Und eben deshalb endlich ist. Die bekannte demographische Entwicklung wird auch die Region Hochrhein-Bodensee erreichen, phasenverzögert nur gegenüber anderen Regionen Deutschlands und nicht gleichzeitig an allen Orten. Die Attraktivität der vitalen Zentren im Dreiländereck und am Bodensee wird dem Megatrend des Bevölkerungsschwundes nicht nur trotzen, sondern lässt im Saldo eine Zunahme erwarten.


Bevölkerungsdichte (2014)
Einwohner
(Anzahl)
Einwohner je km2
(Anzahl)
LK Lörrach 222.644 276
LK Waldshut 164.910 146
LK Konstanz 274.365 335
Region 661.919 240
Baden-Württemberg 10.716.644 297
Deutschland 81.197.537 226

Dennoch gilt es schon heute, dafür Sorge zu tragen, dass die Region auch in 25 Jahren noch die Menschen beheimatet, die es braucht, damit sich kulturelles, soziales, politisches und nicht zuletzt wirtschaftliches Leben entfalten kann. Daran arbeiten wir.



Bevölkerungsentwicklung in der Region

Bevölkerungsentwucklung nach Siedlungsstruktur

Bevölkerungsprognose (2030)
Bevölkerung
2014
Bevölkerung
2030
Veränderung
(2014 = 100)
Trend
LK Lörrach 222.644 232.070 104,2
LK Waldshut 164.910 170.980 103,7
LK Konstanz 274.365 284.130 103,6
Region 661.919 687.180 103,8
Baden-Württemberg 10.716.644 10.801.200 100,8
Deutschland 81.197.537 80.919.000 99,7

 

Erfolgsrezept. [ unternehmen ]

Das Internet wurde in einem militärischen Kontext erfunden. Das US-Verteidigungsministerium suchte nach einem Kommunikationssystem maximaler Widerstandsfähigkeit bei minimaler Verwundbarkeit. Heraus kam ein Netzwerk, das Millionen kleiner Einheiten weltweit miteinander verbindet, und das auch dann noch funktioniert, wenn einzelne Teile ausfallen. Die Idee hat die Welt verändert.


Das Erfolgsrezept „Mittelstand“ gibt es schon länger. Und es funktioniert ähnlich. Viele Tausend kleinster, kleiner und mittlerer Unternehmen, die unabhängig voneinander agieren und zugleich in Wertschöpfungsketten eng miteinander vernetzt sind, schaffen eine äußerst widerstandsfähige, flexible, innovative und anpassungsfähige Struktur.


Wussten Sie, dass 90 Prozent der Unternehmen unserer Region weniger als 20 Beschäftigte haben? Und dass die Industriebetriebe mit mehr als 500 Mitarbeitern gerade einmal drei Dutzend ausmachen?


Zusammen bilden sie ein starkes Netz, das mit Exportquoten bis zu 57 Prozent auf den Märkten der Welt präsent ist.


Gut zu wissen, oder?

Industriebetriebe nach Schwerpunktbranchen (2014)
(> 20 Mitarbeiter)
Betriebe
(Anzahl)
Umsatz
(Mio. Euro)
Export
(Quote)
Beschäftigte
(Anzahl)
Ernährung 55 1.061 23,1 4.905
Chemie/Pharma 23 3.875 57,2 6.882
Metallerzeugung / -verarbeitung 87 2.874 43,2 10.549
Maschinen-/Anlagenbau 79 1.832 56,9 9.723
Mess-/Steuer-/Regeltechnik,Elektrotechnik, Medizintechnik 53 1.648 57,4 8.324


Betriebe* und Beschäftigte nach Betriebsgrößenklassen
(2014)
Betriebe
(Anzahl)
Betriebe
(Anteil v. H.)
Beschäftigte
(Anzahl)
Beschäftigte Betriebe
(Anteil v. H.)
Kleinbetriebe
< 20 Mitarbeiter
15.849 89,4 66.619 30,8
Betriebe 20 bis 249 Mitarbeiter 1.776 10,0 95.546 44,0
Betriebe 250 bis 499 Mitarbeiter 63 0,4 20.702 9,5
Großbetriebe
500 Mitarbeiter und mehr
41 0,2 34.079 15,7
Insgesamt 17.729 100 216.946 100

* Betriebe mit mindestens einem sozialversicherungspflichtig Beschäftigten.



Industriestandorte nach Schwerpunktbranchen (2014)
(> 50 Mitarbeiter)

IHK Industriestandorte 2015

 

Der Saldo zählt. [ arbeit ]

Wirtschaft ohne Menschen gibt es nicht. Und umgekehrt. Dies- und jenseits von Rationalisierung und Automatisation gilt: Nur Menschen können innovativ sein, nur Menschen beherrschen die kreative Kommunikation und alle Maschinen dieser Welt wissen nicht mehr und nicht weniger als das, womit sie Menschen zuvor gefüttert haben.


Zu den folgenreichsten Fehlleistungen in der öffentlichen Meinungsbildung gehört deshalb die Trennung der Welt in Wirtschaft und Bevölkerung. Die Menschen, die in dieser Region leben, und die, die in den Unternehmen arbeiten, sind keine anderen.



Arbeitslosenquote

IHK Arbeitslosenquote 2015

Arbeit ist für sie weit mehr als die ökonomische Grundlage ihres Lebens. Weil „Work-Life-Balance“ auch ohne „Work“ nicht gelingen kann. Dass es davon auch im zeitlichen Längsschnitt immer viel gab und gibt, ist eine Stärke unserer Wirtschaft, eine Stärke unserer Region.


Für die „drei“ vor dem Komma bei der Arbeitslosenquote sorgen aber, und das ist die wichtigste Erkenntnis, nicht dieselben Arbeitsverhältnisse wie vor 10 oder 20 Jahren. Im Gegenteil. Herbe Verluste in einzelnen Branchen, wie etwa der Textilindustrie, wurden immer wieder erfolgreich durch Wachstum und Innovation in anderen Bereichen aufgefangen.


Der Saldo zählt.


Versicherungspflichtig beschäftigte Arbeitnehmer nach Branchen (2014)
Land- und Forstwirtschaft
(Anzahl/v. H.)
Produzierendes Gewerbe
(einschl. Bau) (Anzahl/v. H.)
Handel, Verkehr, Gastgewerbe
(Anzahl/v. H.)
Sonstige Dienstleistungen
(Anzahl/v. H.)
Öffentliche Verwaltung, Erziehung, Gesundheit und Sozialwesen
(Anzahl/v. H.)
Region
Hochrhein-Bodensee
1.632 (0,75) 74.425 (34,31) 56.642 (24,73) 34.967 (17,50) 49.274 (22,71)
Baden-Württemberg 18.148 (0,43) 1.561.927 (36,61) 857.659 (20,10) 940.778 (22,06) 887.418 (20,80)
Deutschland 214.084 (0,70) 8.846.059 (29,10) 6.741.815 (22,18) 7.318.904 (24,15) 7.255.448 (23,87)

 

Gesundheitswesen. [ gesundheit ]

„Gesundheit“ belegt seit Generationen und völlig unangefochten Platz eins auf der Liste der guten Wünsche, die zu Geburtstagen und Jubiläen ausgedrückt werden. Sie gilt als conditio sine qua non guten Lebens. Da kann es kaum überraschen, wenn auch die mit Gesundheit befassten Wirtschaftszweige gute Perspektiven haben.


Dass das Informationspotenzial der Zahlen weit über diese Erkenntnis hinausgeht, liegt daran, dass Gesundheit ein Querschnittsthema ist. Und was für eines! „Gesundheit“ zieht sich als präventive Aufgabe und kurative Dienstleistung durch ein ganzes Dutzend verschiedenster Branchen – von der pharmazeutischen Produktion bis zur Apotheke, von der Unfallchirurgie bis zur Rehaklinik, von der Heilquelle bis zum Wellnesshotel, von der Freizeitwirtschaft bis zur Pflege.


Mit der Förderung, der Erhaltung und der Wiederherstellung der Gesundheit sind in dieser Region mehr Menschen beschäftigt als in jeder anderen Baden-Württembergs. Die hohe Qualität und Dichte des Angebots trägt neben der kulturellen und landschaftlichen Attraktivität der Region dazu bei, dass der Süden Badens bis heute ein Zuzugsgebiet ist. Mit seiner pharmazeutischen Industrie verbinden sich große Namen wie Roche oder Novartis und bekannte Marken wie Voltaren oder Bepanthen, das in kaum einem Haushalt fehlt.


Eine rundum gesunde Sache also.


Versicherungspflichtig Beschäftigte im Gesundheitssektor (2014)
Region Baden-Württemberg
Pharmaindustrie (Anzahl/v. H.) 4.960 (15,6) 34.108 (6,7)
Medizinische Produkte und Geräte (Anzahl/v. H.) 1.990 (6,3) 44.735 (8,8)
Groß- und Einzelhandel/Apotheken (Anzahl/v. H.) 2.733 (8,6) 48.228 (9,5)
Krankenhäuser (Anzahl/v. H.) 6.597 (20,8) 165.702 (32,6)
Reha-/Vorsorgeeinrichtungen (Anzahl/v. H.) 2.909 (9,2) 18.017 (3,5)
Pflegeheime (Anzahl/v. H.) 4.977 (15,7) 72.228 (14,2)
Arztpraxen (Anzahl/v. H.) 5.377 (17,0) 82.861 (16,3)
Sonstige Dienstleistungen (Anzahl/v. H.) 2.159 (6,8) 42.298 (8,3)
Gesamtbeschäftigte 31.702 (100) 508.177 (100)


Betriebe* insgesamt sowie im Gesundheitssektor (2014)
Insgesamt
(Anzahl)
Gesundheitssektor
(Anzahl)
Gesundheitssektor
(Anteil v. H.)
LK Lörrach 5.690 612 10,8
LK Waldshut 4.361 440 10,1
LK Konstanz 7.678 912 11,9
Region 17.729 1.964 11,1
Baden-Württemberg 280.153 30.391 10,8
Deutschland 2.136.972 232.320 10,9

* Betriebe mit mindestens einem sozialversicherungspflichtig Beschäftigten.

 

Die lieben Nachbarn[ grenzen ]

Mit Nachbarn ist das so eine Sache. Man mag sie, man pflegt die Beziehungen, man lebt von- und miteinander und man wollte sie auch nicht missen. Auf keinen Fall. Sie haben eigentlich nur einen kleinen Fehler: Man hat sie sich nicht ausgesucht.


Allein das Bewusstsein von der damit verbundenen Unausweichlichkeit macht Nachbarn mitunter etwas nervös. Und die Kommunikation anfällig für Missverständnisse, Befürchtungen und – unter Staaten – für protektionistische Reflexe. Sie zu überwinden oder, besser noch, gar nicht erst aufkommen zu lassen, nützt nicht nur dem Klima im Allgemeinen. Es ist Wirtschaftsförderung par excellence.


Denn das Potenzial des wirtschaftlichen Austauschs ist enorm. Ein Import-/Exportvolumen von jeweils über 13 Milliarden Euro jährlich wird zwischen der Schweiz und Baden-Württemberg hin- und herbewegt, und unsere Region sitzt dabei in der ersten Reihe.



Import/Export zwischen Baden-Württemberg und den Nachbarn Schweiz und Frankreich

IHK Import Export

Über 45.000 Menschen aus den Landkreisen Konstanz, Waldshut und Lörrach pendeln täglich zur Arbeit in die Schweiz. Sie sorgen für über drei Milliarden Schweizer Franken Einkommenstransfer in die Region Hochrhein-Bodensee. Und unsere Nachbarn, auch die französischen, beleben mit einer signifikant hohen Kaufkraft den regionalen Einzelhandel.

Wenn das keine gutnachbarschaftlichen Beziehungen sind.



Durchschnittliche einzelhandelsrelevante Kaufkraft je Einwohner in der grenzüberschreitenden Region (2015)


Land Stadt / LK Kaufkraft
Basel-Stadt 11.154 Euro
Zürich 11.023 Euro
Basel Landschaft 10.515 Euro
Aargau 10.224 Euro
Thurgau 9.994 Euro
Schaffhausen 9.857 Euro
LK Lörrach 6.900 Euro
Region Haut-Rhin 6.863 Euro
LK Waldshut 6.601 Euro
LK Konstanz 6.587 Euro

Einkommenstransfer der deutschen Grenzgänger im deutsch-schweizer Grenzraum (2014)



Quelle: Institut für Systemisches Management und Public Governance, Universität St. Gallen

 

Gewusst wie.[ bildung ]

Eine Region, in der zu leben und zu arbeiten so attraktiv ist, dass sie schon deshalb „the best and brightest“ aus aller Welt anzieht, ist eine glückliche Region. Eine, die das Thema Bildung und Ausbildung in die eigene Hand nimmt, ist aber auch nicht schlecht beraten.


Wo die Orte, an denen gelehrt und gelernt wird, einen dicht gewebten Teppich bilden, der die ganze Region abdeckt, der alle Ebenen der Schul- und Hochschulbildung kennt und eine flächendeckende, qualifizierte Berufsbildung bietet, darf von einer Bildungslandschaft gesprochen werden.


Ein Blick über die Grenzen zeigt: Zwischen St. Gallen, Zürich und Basel, Lörrach, Freiburg und Konstanz studieren junge Menschen in nahezu allen Disziplinen. Und allein im Bezirk der IHK Hochrhein-Bodensee erlernen 12.000 Auszubildende ihren Traumberuf.


Auszubildende nach Ausbildungsbereichen (2014)
LK
Lörrach
LK
Waldshut
LK
Konstanz
Region
IHK 2.584 1.673 2.705 6.962
HwK 1.127 1.044 1.190 3.361
Freie Berufe 348 295 449 1.092
Öffentl. Dienst 143 123 131 397
Sonstige 77 80 165 322
Insgesamt 4.279 3.215 4.640 12.134

In 3.373 Unternehmen aus Industrie, Handel, Dienstleistungen und Handwerk und in 42 beruflichen Schulen. Es sind die Fachkräfte, auf deren Leistung die Region ihre Zukunft baut.


Wer „brain gain“ pflegt, braucht „brain drain“ nicht zu fürchten.


Ausbildungsverhältnisse insgesamt (IHK)
2010 2014 Trend
Gewerblich (Anzahl) 2.717 2.615 gelb
Kaufmännisch (Anzahl) 4.453 4.490 gelb
Insgesamt (Anzahl) 7.170 7.105 gelb


Ausbildungsverhältnisse nach Branchen (IHK)
2010 2014 Trend
Industrie (Anzahl) 3.246 3.140
Handel (Anzahl) 1.682 1.804
Banken (Anzahl) 384 399
Hotel/Gaststätten (Anzahl) 704 462
Verkehr (Anzahl) 246 298
Sonstige (Anzahl) 908 1.002

Bildungsregion

IHK Hochschulstandort 2015

 

Und morgen [ zukunft ]

Planung ist nach einem netten Bonmot die Ersetzung des Zufalls durch Irrtum. Und Prognosen sind nicht mehr als der Versuch, vorherzusagen, was wir eben nicht wissen.


Daran ist richtig, dass ein Blick auf die Prognosen der Vergangenheit, verglichen mit der realen Entwicklung, häufig nur Heiterkeit erzeugt, nicht selten aber auch erklärt, warum wir in die falsche Richtung gegangen sind. Richtig ist aber auch, dass sich ohne den Blick voraus kein Schiff navigieren lässt. Und dass es dabei gilt, die Segel richtig zu setzen, nicht gegen den Wind zu kämpfen.


Es gibt Dinge, die können wir präzise berechnen, aber kaum ändern. Dazu zählt etwa die bekannte „demographische Entwicklung.“ Und es gibt umgekehrt solche, die wir beeinflussen können, aber doch ihren Erfolg nicht sicher vorhersagen. Dazu zählen die meisten der Faktoren, die unsere Wirtschaft prägen – unsere Innovationskraft, unsere Investitionsentscheidungen, unsere Wettbewerbsfähigkeit. Es ist wie eingangs gesagt:


Die Verlängerung der bekannten Vergangenheit ist das Modell der Verzagten. Die Investition in eine unbekannte Zukunft als Antwort der Tatkräftigen. Irrtum inbegriffen. Erfolg auch.